| Immer das richtige Business Outfit
26. August 2011 | 5811 Artikelaufrufe

Dresscode im Vertrieb – Der erste Eindruck ist der wichtigste

Der erste Eindruck kann ein „Bleibender“ sein und wir alle wissen wie wir funktionieren. Erst angucken, dann beobachten und dann erst richtig zuhören.
Was wir von anderen erwarten, sollten wir aber auch umgekehrt bieten, denn oft bekommt man keine zweite Chance. In der Businesswelt gibt es eine bestimmte Kleider-Ordnung, die vor allem Verkäufer und alle, die etwas von ihrem Gegenüber wollen, befolgen sollten. Nur so kann man die Vorteile des richtigen ersten Eindrucks nützen.
 

 

Das Wort „Code“ beschreibt verschlüsselte Informationen und „dress“ ist die Kleidung, die diese Informationen überträgt. An den Träger der Bekleidung werden Erwartungen gerichtet, die er zu seinem eigenen Vorteil erfüllen sollte. Jeder Mensch hat ein Bild von sich selbst vor Augen, das er in der Gesellschaft verkörpern möchte. Er will damit einer Gesellschaftsgruppe angehören und eine bestimmte Wirkung bei seinen Mitmenschen erzielen.

Kleidung trägt in besonderem Maße dazu bei, dass sich im Berufsleben und in der Gesellschaft Menschen verschiedener Positionen, Zugehörigkeiten und Berufsgruppen unterscheiden oder zusammengehörig bzw. voneinander angezogen oder abgestoßen fühlen.Außerdem erwarten wir von unseren Mitmenschen in bestimmten Situationen ein angepasstes Outfit. Wie z.B. würden wir wohl auf einen Bestattungsunternehmer in fröhlichem, buntem Partyoutfit reagieren? Oder würden wir gerne die Verantwortung über unsere Gesundheit einem ungepflegten Arzt in die Hände legen?

Business Standard:

Der klassische Anzug mit Krawatte und  Hemd in uni. Oder auch nur ein langärmeliges Hemd mit Krawatte.Die Frau im klassischen Kostüm.

Formal Business Attire:

Dunkler Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Dabei gilt folgende Regel: Je höher die Position oder feierlicher ein Event, desto dunkler die getragenen Farben. Dunklere Farben verleihen dem Träger ganz allgemein mehr Seriosität. Die Dame trägt ein elegantes Kostüm oder Kleid.

Dresscode „come as you are“:

Bezeichnet das Outfit das man trägt, wenn man z.B. nach Büroschluss noch zu einem Abendessen oder einem Drink geladen ist. Man erscheint in der Regel in der Business-Bekleidung, die man tagsüber getragen hat. Man lässt also den Anzug und Frauen den Hosenanzug oder das Kostüm einfach an. In den meisten Fällen darf man die Krawatte dann ablegen, einem korrekten Businesslook sollte aber auf jeden Fall entsprochen werden. Jeans und Freizeitkleidung wären hier fehl am Platz.

Casual friday:

ist laut Knigge ein relativ neuer, amerikanischer Begriff, der die Kleidung beschreibt die, auf das nahende Wochenende einstimmen soll. Z.B. Jeans oder Hose, Sakko oder legerer Leinenanzug.

Laut Ingenieurtrainer Ottmar Obenhin, lässt sich ganz allgemein festhalten: „Im Vertrieb ist Vertrauen wichtig und Ähnlichkeit schafft Vertrauen und Nähe. Hebt sich der Kleidungsstil des Verkäufers stark vom Kleidungsstil des Kunden ab, empfindet ihn sein Gegenüber als fremd und das schafft Misstrauen“.

Umgekehrt unterstützt eine Ähnlichkeit im Kleidungsstil des Verkäufers mit dem Kleidungsstil des Kunden die Vertrauensbildung. Laut Obenhin, muss man dabei eine generelle Grund-Regel befolgen: „Man sollte sich im Vertrieb und Verkauf immer ein klein wenig eleganter kleiden als der Kunde“. Dazu ein Beispiel: Angenommen der Kunde trägt Jeans mit einem Hemd, dann sollte der Verkäufer zusätzlich eine Krawatte tragen.

Wichtig ist dabei auch die richtige Wahl der Schuhe. Beim Mann sollten sie am besten aus schwarzem Glattleder sein und bei der Frau der Absatz nicht höher als 5 cm. Schuhe und Strümpfe müssen eine harmonische Einheit mit Hose oder Rock bilden, da das Auge auf Kontraste stark reagiert. Gerade bei Verkaufsgesprächen wäre es daher nicht gerade förderlich, wenn die Aufmerksamkeit des Kunden auf Schuhe, Socken oder Strümpfe gezogen würde.

Die Socken sollten so lang sein, dass auch beim Sitzen kein nacktes Bein sichtbar wird. Natürlich muss auch die Hose die richtige Länge haben. Wenn der Hosensaum im Stehen etwa 0,5 bis 1,0 cm oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes liegt, stimmt die Länge haargenau. Der Rock der Dame sollte auf keinen Fall zu kurz sein, das Dekolletée nicht zu tief und das Make-up dezent.

Der Mann kann noch zusätzliche Akzente durch die Wahl der Krawatte setzen, wobei durchaus etwas Kreativität, Mut und Orientierung an aktuellen Modetrends gezeigt werden kann.

Mit Schmuck muss man ganz allgemein vorsichtig umgehen, denn zu viel sieht beim Mann, besonders aber auch bei der Frau, unseriös und überladen aus.

Zum Abschluss noch ein paar absolute No-Go’s:

·        abgetragene Schuhe oder Kleidung
·        extrem bunte oder großgemusterte Kleidung
·        Tennissocken
·        Sandalen
·        sichtbare Piercings
·        durchsichtige Blusen
·        Miniröcke
·        zu tiefes Dekolletée
·        auffälliges Parfum oder Rasierwasser
·        sichtbare Achsel- oder Beinbehaarung
·        fettiges Haar
·        Shorts

 

Text_ Dr.Lydia Polwin-Plass,  Vertriebszeitung

Bild: © Christian Nähring (mitarbeiter-blog.de), pixelio

 

Dresscode im Vertrieb – Der erste Eindruck ist der wichtigste
Bewertung: 4.9

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Promovierte Journalistin und Texterin, spezialisiert auf die Themen Marketing, Vertrieb, Bildung, Karriere, Arbeitsmarkt, Kultur, Medizin und Naturheilkunde. Mehr über Dr. Lydia Polwin-Plass auf ihrer Website.

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