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15. April 2016 | 1603 Artikelaufrufe

E-Learning im Vertrieb: Persönlich und zeitlich flexibel

E-Learning im Vertrieb: Persönlich und zeitlich flexibel

Immer kürzere Innovationszyklen erklärungsintensiver Produkte und Dienstleistungen machen eine sorgfältige Schulung der Vertriebsmitarbeiter für einen dauerhaften Unternehmenserfolg unerlässlich. Wie kann die Digitalisierung dabei helfen? Und wie halten Sie gleichzeitig die Kosten in einem vertretbaren Rahmen?

Alles wird zunehmend digital und mobil – auch die betriebliche Weiterbildung: Die Unternehmensberatung Roland Berger prognostiziert dem weltweiten Corporate E-Learning-Markt bis 2017 ein voraussichtliches Wachstum um ca. 13 Prozent pro Jahr.

Besondere Voraussetzungen von Schulungen im Vertrieb

Für den Vertrieb gelten in der Weiterbildung andere Spielregeln als für andere Unternehmensbereiche: Häufig sind die Vertriebsmitarbeiter über das gesamte Einzugsgebiet verstreut und arbeiten oft ohne feste Arbeitszeiten. Da sie in ihrem Job extrem viele Termine wahrnehmen, ist es sehr schwierig alle Vertriebsmitarbeiter eines Unternehmens an einen Tisch zu bekommen. Regelmäßige Vor-Ort-Schulungen werden dadurch enorm erschwert. Stattdessen bieten sich für bestimmte Themen Online-Schulungen für Vertriebsmitarbeiter an, die online mit unterschiedlichen Endgeräten zeit- und ortsunabhängig absolviert werden können. Sie sparen dem Unternehmen durch die wegfallende Anreise Kosten und erhöhen die Flexibilität der Mitarbeiter.

Herausforderungen von Online-Trainings

Um den dauerhaften Erfolg des digitalen Lernens sicher zu stellen, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Viele Mitarbeiter kennen sich bereits durch den privaten Umgang mit den sozialen Medien aus. Eine Ähnlichkeit erleichtert die Nutzung. Ein selbsterklärendes und intuitiv zu bedienendes Online-System mit interaktiven Gestaltungsmöglichkeiten erhöht zudem den Lernerfolg.
  • Um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine hohe Akzeptanz einer Online-Lernplattform zu schaffen, ist die sorgfältige Begleitung der Einführung sinnvoll – z. B. durch eine für alle Nutzer verbindliche Vor-Ort-Präsentation.
  • Für inhaltliche Fragen und für Fragen zum System sollte den Mitarbeitern ein persönlicher Ansprechpartner zur Seite gestellt werden. Das kann sowohl online als auch offline der Fall sein.
  • Größtenteils – zu 70 Prozent – findet Lernen durch Anwendung statt. Erst wenn Themengebiete den Mitarbeiter selbst betreffen und ihn zur direkten Auseinandersetzung mit den Inhalten und eventuellen Problemen bringen, prägt sich das Wissen nachhaltig ein. Eine Online-Plattform, die Rückfragen und soziale Interaktionen ermöglicht, erhöht somit den Lernerfolg.
  • Eine Erfolgskontrolle z. B. in Form von Multiple-Choice-Tests macht den Lernerfolg messbar und nachvollziehbar. Ein Zertifikat kann bei erfolgreich abgeschlossenem Kurs verliehen werden.

Die Mischung macht’s: Blended Learning

Für die meisten Unternehmen ist es nicht sinnvoll, alle Weiterbildungsmaßnahmen ins Internet zu verlagern und Präsenzveranstaltungen komplett abzulösen. Sinnvoll ist eine individuelle Kombination von Off- und Online-Maßnahmen – das sogenannte Blendend Learning. So können neben den E-Learning-Einheiten weiterhin zu bestimmten Themen Vor-Ort-Schulungen oder Telefonkonferenzen durchgeführt werden. Außerdem können Informationen per E-Mail kommuniziert werden, wobei Online-Trainings den Vorteil haben, die E-Mailflut zu reduzieren und Informationen zu bündeln.

Zur Person

Mujibor de GraafMujibor de Graaf ist Geschäftsführer der Viadesk GmbH – dem Unternehmen, das hinter der Online-Plattform Coursepath steht. Seit über 15 Jahren ist er Unternehmer und will mit seinen digitalen Produkten Lösungen  schaffen, damit die Menschen leichter Wissen teilen und zusammenarbeiten können. www.coursepath.de

 

Die Renaissance der klassischen Themen beim Vertriebstraining

 

E-Learning im Vertrieb: Persönlich und zeitlich flexibel
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