| Erfolgsmessung
6. Januar 2012 | 2042 Artikelaufrufe

E-Mail-Marketing: Verschenken Sie Potenzial?

Einer Umfrage von contactlab1 aus dem Jahr 2011 zufolge bekommt der Deutsche im Schnitt 28 Mails pro Tag. Ist beim E-Mail-Marketing für Unternehmen überhaupt noch Potenzial nach oben vorhanden und falls ja, wie lässt es sich sinnvoll nutzen?

Nach einer Studie der artegic AG2 setzen bereits 46 Prozent der Industrieunternehmen* hierzulande auf E-Mail-Marketing, weitere neun Prozent planen den Einsatz. Der Grund: Das Tool wird von den Unternehmen als einfach, schnell und kostengünstig bewertet. 72 Prozent der befragten Firmen sehen die Bedeutung von E-Mail-Marketing in der Zukunft steigend oder sogar deutlich steigend an.

Viele Unternehmen verzichten auf Erfolgsmessung

Steigerung der Kundenbindung unter Bestandskunden (33 Prozent), Absatzförderung durch Produktangebote (32 Prozent) sowie Neukundengewinnung (14 Prozent): Das sind die Bereiche, in denen die Unternehmen auf E-Mail-Marketing setzen. Weitere acht Prozent nutzen das Tool auch zur Steigerung ihres Bekanntheitsgrads.

Wichtige Bereiche also für die Unternehmen, so dass eine Erkenntnis aus der Studie besonders verwundert: Denn mehr als die Hälfte der befragten Firmen (54 Prozent) führen keinerlei Erfolgsmessung ihrer Aktionen durch. Obwohl das ein eindeutiger Vorteil des Tools ist und zudem nur eine saubere Erfolgsmessung zeigen kann, ob die Strategie eines Unternehmens aufgeht oder nicht. Stefan von Lieven, CEO der artegic AG, erklärt: „Im B2B-Markt ist Dialogmarketing noch recht neu und viele Tools und Konzepte sind noch nicht richtig ausgereift. Manche Unternehmen arbeiten noch mit Outlook und sind froh, wenn eine Mail erst mal raus ist.“

Wer auf die Erfolgsmessung verzichtet, verschenkt wertvolles Potenzial in den Bereichen Optimierung des Mail-Prozesses sowie Aufbau von Kundenwissen, ist von Lieven sicher. „Die Erfolgsmessung liefert unter anderem wichtige Daten zur Erreichbarkeit meiner Kunden, zu Öffnungs- und Leseraten sowie zu favorisierten Themen“, so Stefan von Lieven weiter. Mit dieser Erkenntnis können Unternehmen ganz gezielte, individuelle Verteilerlisten aufbauen und die Inhalte auf die Bedürfnisse ihrer Kunden maßschneidern.

Eine Potenzial-Analyse vorschalten

Unternehmen, die mit E-Mail-Marketing Neuland betreten, empfiehlt Stefan von Lieven eine Potenzial-Analyse. „Eine Firma sollte sich klarmachen, was sie sich vom E-Mail-Marketing verspricht.“ Dazu gehören auch Fragen wie: Welche Bereiche sollten durch das Dialogmarketing unterstützt werden? Welches Ergebnis strebe ich als Unternehmen an? Auch der Aufwand zum Bereitstellen der Inhalte und der Datenpflege sollte nicht unterschätzt werden. „Die Verteilerlisten im B2B-Bereich sind zwar häufig klein, dafür hat aber jeder Kontakt eine hohe Wertigkeit“, so von Lieven weiter.

Entsprechend sorgfältig müssen die Aktionen im Dialogmarketing geplant sein und überwacht werden. Ob sich die Investition in eine Dialogmarketing-Software lohnt, hängt von den Anforderungen eines Unternehmens ab und auch davon, welches Ziel erreicht werden soll. „Daher ist die Potenzial-Analyse ein wichtiger erster Schritt“, erläutert Stefan von Lieven abschließend. Wer mit dem Dialogmarketing noch am Anfang steht und sich ausprobieren möchte, ist auch mit einem versierten externen Dienstleister gut beraten. Fakt ist: Es steckt noch viel Potenzial in der E-Mail-gestützten Kommunikation, das durch schlüssige Konzepte und die gezielte Erfolgsmessung erschlossen werden will.

 

Hintergrundinformation:

1 Die repräsentative Studie wurde im Juli 2011 von ContactLab’s eigener Marktforschungsabteilung in fünf Ländern Europas durchgeführt. Sie analysiert detailliert die Nutzung von Mailboxen und elektronischen Newslettern sowie die zunehmende Verwendung mobiler Geräte. Neben Deutschland wurde mit der gleichen Methodik auch das Nutzungsverhalten in Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien untersucht. Die Ergebnisse der Online-Befragung von 5.004 Personen repräsentieren das Verhalten von insgesamt 157,40 Millionen Internetnutzern über 18 Jahre in den fünf Ländern (davon 45,7 Millionen in Deutschland). Der Report mit den vollständigen Ergebnissen kann unter http://www.de.contactlab.com/email-marketing-report-europe heruntergeladen werden.

2 Für die Studie von artegic wurden insgesamt 100 Top-Unternehmen aus den Bereichen Bauindustrie und Stahl, Chemieindustrie, Elektrotechnik/Medizintechnik, Maschinenbau, Metall, Konsumgüterhersteller, Motorenbau sowie sonstige Industrie befragt. www.artegic.de

 

Text_Simone Dippel, Vertriebszeitung

Bild:© pixabay

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Marketing-Kommunikations-Ökonomin (VWA). Mehrjährige Erfahrung im Vertrieb internationaler Fondsgesellschaften und in der Pressearbeit verschiedener Unternehmen sowie einer PR-Agentur für Finanz- und Wirtschaftskommunikation. Seit Mai 2009 selbständig als freie Journalistin und PR-Redakteurin für verschiedene Medien sowie Unternehmen aus der Wirtschaft tätig.

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