| Tipps fürs E-Mail-Marketing
14. April 2011 | 2530 Artikelaufrufe

Erfolgreich mit E-Mail-Marketing: So kommt die Botschaft an

28 E-Mails bekommt der Deutsche im Schnitt pro Tag, so eine Studie des Dienstleisters „ContactLab“ aus dem Jahr 2009. Damit ist die größte Herausforderung für den E-Mail-Marketer klar: Er muss seine Newsletter inhaltlich und technisch so gestalten, dass sie a) nicht im Spamfilter der Provider und b) nicht im Papierkorb des Empfängers landen.

Dem E-Mail-Marketing kommt zugute, dass sich das Internet als Informationsquelle über Produkte etabliert hat: Der „Arbeitsgemeinschaft Online Forschung“ (AGOF) zufolge informieren sich über 49 Millionen Deutsche im Internet über Produkte, über 43 Millionen sind Online-Einkäufer (internet facts 2010-III). E-Mail-Marketing ist also für Unternehmen eine Riesenchance, zumal es für nahezu alle Branchen und Produkte geeignet ist. Entscheidend sind der Inhalt sowie die technische Umsetzung des E-Mail-Versands.

Was einen erfolgreichen Newsletter ausmacht

Eines muss sich jedes Unternehmen klar machen: Ein Patentrezept für DEN Newsletter gibt es nicht. Dazu sind die Firmen mit ihren technischen Voraussetzungen und ihren Zielgruppen zu unterschiedlich. Dennoch gibt es einige Kriterien, die man bei einem professionellen E-Mail-Versand beachten sollte, weiß Lars Müller, Geschäftsführer des Dienstleisters „webworx“ aus Kiel: „Ein absolutes KO-Kriterium sind der E-Mail-Absender sowie die Betreffzeile.“

Bestimmte Wörter, Wortbestandteile, aber auch Absendernamen aktivieren den Spamfilter. Die Betreffzeile birgt laut Lars Müller die häufigste Fehlerquelle beim E-Mail-Versand. Bestimmte Werbewörter wie „Angebot“ oder „Gewinn“ können bereits zum Problem werden. Generell gilt: Eine Betreffzeile sollte neugierig auf den Inhalt des Newsletters machen und das Motiv des Empfängers berücksichtigen. Wer den Newsletter eines Hotels abonniert hat, freut sich über eine aussagekräftige Betreffzeile, die beispielsweise auf neue Übernachtungs- und Wellness-Specials hinweist.

Inhalt geht über Aussehen

Grundsätzlich gilt: Inhalt geht über Aussehen des Newsletters. Neben einer aussagekräftigen Betreffzeile entscheidet der Inhalt über Erfolg oder Misserfolg einer E-Mail-Botschaft. Voraussetzung für stimmige Inhalte: Der Absender muss seine Zielgruppe sauber definiert haben und wissen, worauf der Empfänger des Newsletters wert legt. Der Inhalt sollte in sich stimmig und auf den Punkt formuliert sein – lange Texte werden am Bildschirm nicht gelesen. Ein knapp formuliertes Inhaltsverzeichnis ist ebenso sinnvoll wie ein in sich klar strukturierter Newsletter. Aussagekräftige, gut gemachte Bilder lockern zudem jede E-Mail auf, eine einwandfreie Darstellung im Newsletter vorausgesetzt.

Technische Umsetzung

„Ein weiterer Fallstrick lauert in der Praxis bei der technischen Umsetzung des E-Mail-Versands“, gibt Lars Müller zu bedenken. So könne es beispielsweise Sinn machen, dass ein Unternehmen seinen Versandserver bei den großen Providern wie T-Online, GMX und AOL zertifizieren lässt (Whitelisting). Damit wird die korrekte Zustellung des Newsletters an den Empfänger sichergestellt. Das kann insbesondere im B2C-Bereich bei großen Verteilerlisten sinnvoll sein“, so Lars Müller weiter. Unterlagen und Informationen bietet die so genannte „Certified Senders Alliance“.

Eine kostenpflichtige Teilnahme bedeutet, dass serverseitige Spam-Filterungen in der Regel nicht mehr greifen. Eine Filterung kann dann nur noch anhand von benutzerdefinierten Einstellungen erfolgen.

Bei großen Verteilerlisten macht es ohnehin Sinn, einen technischen Dienstleister mit dem E-Mail-Versand zu beauftragen. „Wir empfehlen den externen Versand ab 100 Adressen“, so Lars Müller.

 

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Zur Person:

Bereits als Schüler gründete Lars Müller „webworx“, einen Anbieter von webbasierten Softwarelösungen. Lars Müller ist zudem Initiator und Autor zahlreicher Blogs zum Thema E-Mail- und Social-Media-Marketing, links www.webworx.de.

 

Text: Simone Dippel, Vertriebszeitung

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Marketing-Kommunikations-Ökonomin (VWA). Mehrjährige Erfahrung im Vertrieb internationaler Fondsgesellschaften und in der Pressearbeit verschiedener Unternehmen sowie einer PR-Agentur für Finanz- und Wirtschaftskommunikation. Seit Mai 2009 selbständig als freie Journalistin und PR-Redakteurin für verschiedene Medien sowie Unternehmen aus der Wirtschaft tätig.

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