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16. September 2011 | 12710 Artikelaufrufe

Kundenbindung im Web 2.0

Programme zur Kundenbindung werden in den verschiedensten Branchen vermehrt auf neue Medien verlagert. Internet und Smartphones gewinnen zunehmend an Bedeutung, wenn es darum geht, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu binden.

Diese Entwicklung ist dem sich wandelnden Kaufverhalten geschuldet. Interessenten nutzen verschiedene Vertriebskanäle, um sich über Produkte und Angebote zu informieren und schließlich eine Kaufentscheidung zu treffen.

Erfolgreiche Kundenbindungsprogramme gehen über Preisnachlässen hinaus

und bieten ihren Kunden weitere Dienstleistungen wie erweiterte Garantien, kostenlose Änderungsservices, exklusive Einladungen zu Events oder attraktive Folgeangebote an. Bei der Übertragung klassischer Kundenbindungsprogramme auf die neuen Medien spielen Rabatt-Webseiten wie Groupon oder Living Social eine wichtige Rolle in der Neukundengewinnung. Insbesondere die Möglichkeit der Regionalisierung, also Angebote regional begrenzt anzubieten, eröffnet interessante Ansprachewege.

Rabattgutschein-Webseiten erfreuen sich bei Käufern großer Beliebtheit,

bieten sie doch Nachlässe auf verschiedenste Produkte von bis zu 50%. Die Rabattgutschein-Webseite Groupon zählt bereits über 60 Mio. Kunden und jede Woche kommen dem Unternehmen zu folge eine Million neuer Nutzer hinzu. Für kleinere Anbieter, die Angebote bei Groupon oder LivingSocial einstellen wollen, bergen Rabattwebseiten allerdings Stolperfallen. Denn häufig wird auf eine Kosten-Nutzen-Analyse verzichtet. Zudem werden Gebühren durch den Webseitenbetreiber berechnet.

Internet-Rabattaktionen können einem Kleinunternehmen jedoch durch die virale Verbreitung mehr Neukunden bringen

als herkömmliche Werbung. Insbesondere Unternehmen mit hohen Gewinnspannen wie z.B. Dienstleister im Bereich Wellness & Beauty, können hier profitieren. Grundsätzlich sollten Unternehmer die Vor- und Nachteile der Internet-Rabattaktionen vorab sorgfältig abwägen und laufende Aktionen im Auge behalten.
Ob über Rabattwebseiten jedoch eine langfristige Bindung der Kunden erfolgen kann, ist jedoch fraglich.

Zahlreiche Handelsunternehmen gehen dazu über, ihre Online- und Offline-Vertriebskanäle miteinander zu verbinden.

So werden beispielsweise über die Unternehmens-Webseite oder die Facebook-Seite Rabattcoupons angeboten, die ausgedruckt und schließlich vor Ort im Ladenlokal eingelöst werden können. Das mobile Couponing gewinnt ebenfalls an Bedeutung, z.B. über Smartphone Apps, die mittels Ortungssystemen auf lokale Dienstleistungen und Angebote hinweisen.

Mobile Coupons

können auf Webseiten, auf Werbebannern, via E-Mail oder über mobile Applikationen angeboten werden. Die Coupons enthalten eine konkrete Handlungsaufforderung für den Empfänger, d.h weitere Anweisungen, wie der entsprechende Coupon eingelöst werden kann.

Die hohe Akzeptanz solcher Aktionen

spiegelt die zunehmende Bedeutung des „Social Commerce“ wider, also dem Absatz von Waren und Dienstleistungen unter Einbeziehung von sozialen Netzwerken. Wer sein Produkt- oder Dienstleistungsangebot in sozialen Netzwerken darstellen kann, der kann nun bei neuen Zielgruppen Marktanteile gewinnen.

Lesen Sie im nächsten Artikel mehr über Mobile Couponing: Chancen zur Neukundengewinnung und Kundenbindung


Text_Katja Mang, Vertriebszeitung

Weiterführende Links:
http://www.wiwo.de/technik-wissen/warnung-vor-rabatt-webseiten-461499/2/
www.groupon.de

Kundenbindung im Web 2.0
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Die Redaktion der Vertriebszeitung.de

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