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24. Juli 2017 | 180 Artikelaufrufe

soziale Medien

Kundengewinnung: Soziale Medien und E-Mail-Marketing ergänzen sich

Soziale Medien halten potentielle Kunden bei Laune. Newsletter und Email-Marketing wecken spezifischeres Interesse. Wer also beide Möglichkeiten der Ansprache miteinander kombiniert, nutzt ein Gewinner-Duo. Wichtig ist, dass der Übergang von Facebook, Xing und Co zur direkten Ansprache funktioniert und tatsächlich Leads gewonnen werden, also potentielle Neukunden.

Wer seinen Blick vom Smartphone hebt, sieht Gesinnungsgenossen überall – in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Gehsteigen und allzu oft auch im Auto. Der Kopf ist gesenkt, so dass Ärzte bereits vom Smartphone-Nacken sprechen, und der Handydaumen ist auch schon sprichwörtlich. Alles gemäß dem Motto: „Durch das Smartphone bekomme ich immer und überall Informationen und muss nicht warten, bis ich zu Hause bin“.

Facebookeinträge von spannend bis persönlich

„Für uns erweist sich Facebook interessanter als Xing oder LinkedIn“, erzählt Anna Hüttl. Begründung der Social Media-Spezialistin von Tempus-Consulting: Das eher private Netzwerk ist wesentlich kommunikativer und interaktiver als andere Kanäle. Ihr Chef, Unternehmensberater Jörg Knoblauch, hat aktuell mehr als 4000 Freunde, die er über seine Erlebnisse und Aktivitäten informiert. Vor allem die persönlichen Bemerkungen treffen öfter den Nerv der Zeit und „gehen durch die Decke“. Das größte Interesse finden vor allem kurze Filme, auch wackelige mit dem Handy.

Und er postet interessante Angebote von Geschäftspartnern oder eigene Vorträge und Reisen. Diese sind intelligent mit anderen Kanälen verlinkt. Dann landen die User bei einem Video auf der Homepage oder auf dem Newsletter. Dabei gibt Knoblauch seinen Anhängern auch praktischen Nutzen: Checklisten, gratis E-Books oder kostenfreie Angebote sind ausgezeichnete Möglichkeiten, um neue Email-Adressen zu gewinnen.

Ursprünglich eine Kommunikationsplattform für junge Menschen, ist Facebook zu einem spannenden Vertriebs-Instrument für Unternehmen avanciert. Weil Freunde nützliche und unterhaltsame Posts auf ihrer Seite weiterteilen. Deshalb ist der Unterhaltungsfaktor – das Infotainment – auf dieser Plattform viel wichtiger als der unmittelbare Verkauf. Zumal Nutzer und Anbieter immer sensibler auf direkte werbliche Angebote reagieren.

Maximale Reichweite schaffen mit der Kombination zweier Kanäle

Vertriebler können die Sozialen Medien auch dafür nutzen, Interessenten ihren Newsletter schmackhaft zu machen: Unternehmen setzen auf durchdachte Kampagnen, die die Nutzer der Sozialen Medien immer wieder mit kostenlosen Inhalten und Downloads versorgen. Diese sind im Idealfall so hilfreich, dass etwa Facebook-Fans auch gerne mal ihre E-Mail-Adresse angeben.

Echter Content beflügelt Newsletter-Anmeldungen

Es gilt vor allem mit wertvollen Inhalten zu überzeugen und Vertrauen aufzubauen. Dafür sollten Vertriebler echten Content bieten, der die Zielgruppe im Alltag weiterbringt oder unterhält. Damit machen Vertriebler Lust auf mehr. Und dann wollen Fans kontinuierliche Informationen über einen Newsletter erhalten. Und natürlich: Wer Abonnenten generieren möchte, sollte es den Interessenten einfach machen und einen Link zur Anmeldeseite des Newsletters am Ende eines Posts oder Textes setzen. Grundsätzlich ist es auch sinnvoll eine Anmeldung zum Newsletter in die Kurzbeschreibung des Unternehmens reinzunehmen, denn bevor eine Seite abonniert wird, informieren sich viele dort über das Unternehmen.

Umgekehrt kann Facebook gut genutzt werden, um zielgenau Themen für die Fans zu generieren und damit die eigene Zielgruppe besser kennen zu lernen. Über was reden sie? Welche Fragen haben sie? Und natürlich können sie direkt gefragt werden, zu welchen Produkten oder Posts sie mehr Informationen haben wollen. Oder: Welche Tipps und Empfehlungen sie für spezielle Situationen haben. Geht es etwa um Personal: Sie wollen ein bestimmtes Stellenprofil besetzen. Kein Bewerber erfüllt es. Was machen Sie? Und warum? Daraus kann sich eine nutzenstiftende Diskussion ergeben.

Binsenweisheit: Ein regelmäßiger Newsletter muss abwechslungsreiche Inhalte bringen und kontinuierlich Nutzen stiften, sonst wird er schnellstens abbestellt. Feste Rubriken, wie Video-Interview, Case-Study, Buch- oder Lesetipp vereinfachen die redaktionelle Arbeit. Anna Hüttl setzt für den Newsletter von www.abc-personal-strategie.de auch auf einen regelmäßigen Witz zum Abschluss. Denn: Auch viele Spiegelleser fangen ihre Lektüre hinten mit dem Hohlspiel an.

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Leila Haidar ist freie Wirtschaftsjournalistin aus Stuttgart. Die studierte Literaturwissenschaftlerin ist für die großen deutschen Tageszeitungen tätig und in verschiedensten Fachmagazinen mit Themen rund um Wirtschaft, Karriere und Logistik vertreten.

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