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29. August 2014 | 12397 Artikelaufrufe

Online Shops für mobile Endgeräte

Online-Shops: Optimierung für mobile Endgeräte

Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet unaufhörlich voran. Sie durchdringt immer mehr Lebensbereiche. IT-Anwendungen sind aus der Arbeitswelt, aber auch aus dem Privatleben nicht mehr wegzudenken. So ist Online-Shopping bereits zur Selbstverständlichkeit geworden.

Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphone und Tablet-PC sieht sich dieser Wirtschaftszweig aber auch neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Um konkurrenzfähig zu bleiben müssen Shop-Betreiber jetzt sicherstellen, dass ihr Shop für den Einsatz auf mobilen Endgeräten optimiert ist.

Warum kaufen Kunden online und nicht im stationären Handel?

Die Studie „Digitalisierung der Gesellschaft“ (Institut ibi research an der Universität Regensburg) ist unter anderem dieser Frage nachgegangen. Ergebnis: 87% der Befragten gaben an, dass sie online einkaufen, da sie so nicht an Öffnungszeiten gebunden seien. Für 77% spielt zudem die Zeitersparnis eine Rolle.

Online-Shopping1

Die Zahlungsgewohnheiten gestalten sich beim Einkaufen eher „traditionell“. In Deutschland wird der Kauf auf Rechnung als sicherste Variante empfunden. 84% der Befragten bevorzugen diese Zahlweise. Auf dem zweiten Platz folgt PayPal (52%) und auf dem dritten Platz das Zahlen per Kreditkarte (40%).

 (Grafik: Beweggründe für das Online-Shopping Quelle: Studie „Digitalisierung der Gesellschaft“)

 

Gutscheine und Coupons setzen starke Kaufanreize

Laut einer Online-Couponing-Studie suchen 4 von 5 Verbrauchern bereits vor oder während des Kaufprozesses online nach Gutscheinen. Generell werden Gutscheine eher online als im stationären Handel eingelöst. Mehr als ein Drittel der 1002 Befragten lösen Rabattgutscheine online ein, nur 15% besuchen dafür ein Ladengeschäft.

Wenn es darum geht, einen Anbieter für ein bestimmtes Produkt zu finden, lassen sich 36% der Befragten von Gutscheinen bei der Entscheidung beeinflussen, wo sie kaufen, bevor sie wissen, was sie kaufen.

Mobile Couponing wird weiter an Attraktivität gewinnen. Bereits zwei Drittel der Befragten können sich vorstellen, Gutscheine über ihr mobiles Endgerät einzulösen.

Optimierung von Online-Shops für den mobilen Einsatz gewinnt an Bedeutung!

Schon jetzt ist absehbar, dass Online-Einkäufe zunehmend via Smartphone und Tablet-PC getätigt werden. Der klassische PC verliert hier an Bedeutung. Daher ist es umso wichtiger, den eigenen Online-Shop für die mobile Anwendung zu optimieren.

Damit ein Online-Shop konkurrenzfähig bleibt, müssen auf verschiedenen Ebenen Anpassungen erfolgen (vgl. Studie „Digitalisierung der Gesellschaft“).

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Online-Shops liegen schon in naher Zukunft in:

  • Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit
  • Anpassung des Shops für den Zugriff mit verschiedenen mobilen Endgeräten (Smartphone, Tablet-PC)
  • Verbesserung des Suchmaschinen-Rankings
  • Verbesserung der Produktpräsentationen im Online-Shop
  • Verbesserung des Kundenservice
  • Optimierung der Versandprozesse
  • Verbesserte Unterstützung bei der Produktauswahl (Testberichte, Kundenmeinungen etc.)
  • Absicherung des Online-Shops gegen Sicherheitslücken (insbesondere Schutzmechanismen für Mobile Payment)
  • Einsatz von Verschlüsselungsverfahren bei mobilen Apps
  • Geo-Lokalisierung: Transparenz bei der Nutzung von Standortdaten 

Aus der Verkäufersicht liegen weitere Erfolgsfaktoren in:

  • Integration aktueller Zahlungsverfahren
  • Optimierung der Warenwirtschaft und der Versandprozesse
  • Aggregation der Kundendaten zur Erzeugung eines Kundenbilds (CRM)
  • Messung und Steuerung der IT-Prozesse 

 

Neue EU-Richtlinie zu Verbraucherrechten wird voraussichtlich nicht zu Umwälzungen im Retourenmanagement führen

44% der Befragten hat schon einmal einen Bestellvorgang abgebrochen, weil eventuelle Rücksendungen gebührenpflichtig für den Käufer gewesen wären (Studie „Digitalisierung der Gesellschaft“). Die neue EU-Richtlinie über Verbraucherrechte, die am dem 13. Juni 2014 in Kraft getreten ist, verlagert die Kosten für eine Retoure nun auf den Käufer. Bisher war dies nur möglich, wenn der Warenwert unter 40 Euro betrug.

Experten erwarten jedoch trotz der Neuregelung, dass weiterhin viele Händler die Rücksendekosten übernehmen werden. Um die Kosten für Retouren zu minimieren, wäre es Händlersicht sinnvoll, den Verbraucher im Kaufprozess und bei der Produktauswahl noch stärker zu unterstützen. Dadurch könnten Fehlkäufe und somit Retouren vermieden werden.

 

Linktipps:

Studie „Digitalisierung der Gesellschaft 2014“ http://www.ibi.de/files/Studie_Digitalisierung-der-Gesellschaft.pdf

Info Online-Couponing-Studie deals.com http://www.deals.com/couponing-studie-2013

 

Text_Katja Rosner

Online-Shops: Optimierung für mobile Endgeräte
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Magistra Artium in Informationswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik. Mehrjährige Erfahrung als Software Consultant sowie Projektmanagerin in IT-Projekten und EU Forschungsprojekten. Heute selbständig mit Schwerpunkt: Business Processes & Communication, Wissensmanagement, Web 2.0

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