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8. März 2013 | 2366 Artikelaufrufe

Tablets: Rasante Verbreitung auch im Vertrieb

Im Jahr 2012 wurden mehr als doppelt so viele Tablet-Computer verkauft wie im Vorjahr. Auch bei Vertrieblern sind die handlichen Geräte immer beliebter.

Wie der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Prognosen des Marktforschungsinstituts EITO im Februar 2013 berichtet, ist der deutsche Markt für Tablet-Computer im Jahr 2012 um fast 84 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gewachsen. Der Absatz hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt (+122 Prozent): Die verkauften Stückzahlen stiegen von 2,1 Millionen Geräten im Jahr 2011 auf rund 4,4 Millionen im Jahr 2012. Im Jahr 2013 soll der Absatz die 5-Millionen-Marke übertreffen. Usprünglich war für 2012 ein Absatz von 3,2 Millionen Tablets prognostiziert worden.

„Der deutsche Tablet-Markt übertrifft alle Erwartungen. Tablet-Computer verändern den PC-Markt ähnlich stark wie Smartphones den Handy-Markt – und das in kürzester Zeit“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Preise für Tablets gesunken: Während man im Jahr 2011 im Schnitt noch 535 Euro für einen Tablet-Computer zahlen musste, waren es im Jahr 2012 nur noch 475 Euro.

Der Erfolg der Tablet-Computer zeigt, dass die früher streng getrennten Segmente PC und Handy zusehends miteinander verschmelzen. Aus Sicht von BITKOM sind für den Siegeszug der Tablets und das Zusammenwachsen der Geräteklassen auch neue Betriebssysteme wie Windows 8 verantwortlich, das auf Desktop-PCs, Laptops und Tablets läuft – und leicht abgewandelt zudem auf Smartphones. Im Jahr 2012 stieg der Tablet-Anteil am Markt für mobile PCs auf 38 Prozent.

Im November 2012 gab BITKOM basierend auf einer bei Forsa in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage an, dass bereits jeder achte Bundesbürger (13 Prozent) einen Tablet-Computer nutzt. Laut dieser Umfrage verfügen 15 Prozent aller Männer, aber nur 10 Prozent der Frauen über ein Tablet. Am weitesten verbreitet sind die Geräte bei Nutzern im Alter von 30 bis 44 Jahren. Hier setzt bereits jeder Fünfte (20 Prozent) ein Tablet ein. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 10 Prozent, in der Generation 60-Plus lediglich 6 Prozent.

Knapp jeder fünfte Vertriebler nutzt einen Tablet-Computer

Laut einer telefonischen Befragung von 172 Fach- und Führungskräften aus dem Vertrieb durch die Vertriebspersonalberatung Xenagos im Dezember 2012, zeigen sich die Vertriebler technikfreundlich: Schon heute arbeiten 18 Prozent mit einem Tablet und bereits 57 Prozent nutzen ein Smartphone. Im Vergleich mit dem Bevölkerungsdurchschnitt scheint der Vertrieb damit technikfreundlicher; bezogen auf die relevanten Altersgruppen hingegen liegt er damit eher im Trend.

Smartphones im Vertrieb: Störquelle oder Arbeitshilfe?

Immerhin jeder fünfte Smartphone-Nutzer im Vertrieb gab an, dass mit der Nutzung für ihn nichts besser geworden sei. Die ständige Erreichbarkeit ist dieser Gruppe eine Last: Die Kunden erwarteten zu viel. Man werde ständig von der Arbeit unterbrochen. Man müsse sich um die Technik kümmern. Alles werde komplizierter.

Die Mehrheit jedoch sieht in den Smartphones eine Arbeitshilfe. Sie wertet es als positiv, schnell auf Anfragen reagieren zu können. Das Stichwort „Erreichbarkeit“ wurde in den Gesprächen 40-mal genannt.

Jeder Fünfte unter den Befürwortern betonte die Zeitersparnis sowie die Möglichkeit, E-Mails abrufen zu können. Als weitere Vorteile wurden genannt: Zugriff auf Internet und Kontaktdaten sowie eine einfachere Planung, Organisation und Terminabsprache.

Tablet-Computer unterstützen den Vertriebsalltag

„Bei den Smartphones war eine hohe Nutzerrate zu erwarten. Die Verbreitungszahlen bei den Tablets allerdings imponieren“, kommentiert Xenagos-Geschäftsführer Christopher Funk. „Früher hat es sehr lange gedauert, bis technische Neuheiten auf breiter Front als Geschäftsanwendung akzeptiert wurden. Die Einführung des iPads ist gerade mal zwei Jahre her. Und trotzdem arbeitet heute schon knapp jeder Fünfte im Vertrieb mit einem Tablet.“

Die schnelle Verbreitung der Tablets weist laut Xenagos darauf hin, dass sie für Vertriebsleute besondere Vorteile bieten. So haben sie bei vielen Außendienstmitarbeitern schon das Notebook verdrängt.

Quellen: BITKOM, www.bitkom.org; XENAGOS GmbH, www.xenagos.de

 

Text_ Esther Lenssen, Vertriebszeitung

Tablets: Rasante Verbreitung auch im Vertrieb
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Betreut als Kommunikations-Expertin mit ihrem Unternehmen Lenssen Media Kunden bei deren Sales- und Marketing-Fragestellungen, sowohl im B2B- als auch im B2C-Umfeld. Zuvor 15 Jahre Erfahrung als Marketingleiterin, International Marketing Manager, Product und Brand Manager mit deutschen und internationalen Vertriebsteams. Branchen-Erfahrung in den Bereichen IT, Logistik, Publishing und Unternehmensberatung.

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