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30. Mai 2014 | 4127 Artikelaufrufe

Vertriebsberichte auch ohne Excel

Umfassende Vertriebsberichte auch ohne Excel erstellen

Aussagekräftige Vertriebsberichte und schnelle, korrekte Übersichtstabellen mit Absatz- und Umsatzzahlen, Filialen, Vertretern und so weiter erstellen, ohne sich dabei zu quälen: Das geht mittlerweile durch selbsterklärende Software ganz einfach. Ohne IT-Abteilung und ohne langes Suchen der Funktionen und Formeln.

In riesigen Excelsheets und über Google finden sich Daten für die nächste Präsentation mit Branchenvergleich vor dem Chef und Vertriebsleiter. Versteckt in unübersichtlichen Tabellen, Texten, Hadoop, Salesforce oder SQL. Mit einfachen Software-Tools lassen sich diese Quellen mittlerweile hürdenlos auslesen. Und diese geben auch sofort Tipps und Alarm, wenn etwa Kriterien oder Zahlen doppelt vorkommen oder ein Schritt keinen logischen Sinn ergibt.

Unkomplizierte Software für große Datenmengen

Eines der auf den Vertrieb ausgelegten jüngeren Beispiele dafür ist die Software Lyza. Gemacht für Menschen ohne große Excel- und IT-Kenntnisse lassen sich damit umfassende Verkaufsdaten in zehn Minuten auswerten. Man kommt in fünf Schritten per „Drag & Drop“ zum Ziel. Und versteht schnell, wo sich Vertriebspotenzial versteckt.

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Die Unkompliziertheit und das sehr leichte Bedienen schätzt Hans Sieder, Geschäftsführer der Frankfurter Sieger Consulting GmbH, einem IT-Dienstleister für Systemintegration. Und wählte unter anderem Lyza etwa für seine Vertriebsarbeit. „Das Tool liefert schnell Ergebnisse und ist dabei extrem pragmatisch und ergonomisch. Das kommt bei meinen Mitarbeitern und auch vielen unserer Kunden sehr gut an“, erklärt Sieder. Die Analyse von Geschäftsdaten benötigte früher Stunden oder gar Tage. Das gehe nun in run zehn Minuten.

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Egal ob Geschäftsführer und Vertriebler ohne ihre IT-ler selbstständig Daten für das nächste Meeting zusammenstellen wollen oder Analysten, die mit Web 2.0 und Big Data hantieren: Die meisten Technologien dafür stellen sich unglaublich kompliziert dar. Denn viele Entwickler vergessen gern, dass Innovation und intellligente Inhalte vor allem durch den Menschen entstehen, der mit Informationen arbeitet. Programme, die trotz tagelanger Schulungen schwer zu bedienen bleiben, sind die Folge. Wie überholt diese Informationskultur ist, zeigen Virgin, Google, Amazon oder Tesla: Sie stellen die kreativen Potenziale ihrer Mitarbeiter in den Mittelpunkt – anstelle komplizierter Technik.

Das erkannte auch ein Team des Marktanalyse-Unternehmens Gartner. Und empfahl bereits 2009 sechs Tools für Vertriebsmitarbeiter und andere. Im Fachjargon ist dann von Business Intelligence (BI) die Rede. Eines dieser aussichtsreichen Tools, das Gartner als Pionier kollaborativer BI bezeichnet, war Lyza, das neben dem mittelständischen Unternehmen von Sieder auch in den USA, Kanada und Australien von Konzernen aus der Lebensmittel-, Bahn- und Software-Branche eingesetzt wird. Inzwischen mit einer kollaborativen Komponente versehen, ist es seit April 2014 auf dem europäischen Markt.

 

Transparente Dokumentation und Webportal

Was die Ergebnisse von Lyza so gewiss machen, sind laut Medieninformatiker Sieder zwei Funktionen. Zum Einen die transparente Dokumentation: Die Frage, woher bestimmte Zahlen stammen, lässt sich durch Zeit- und Quellstempel exakt beantworten. Genauso, wer sie bisher bearbeitet hat. Das mache Analysen prüffähiger, so der Frankfurter weiter. Und es werde schnell klar, wie die Analysen zu interpretieren sind.

Zum Anderen ist es das Webportal Lyza Cockpit. Der öffentliche Teil der Plattform ist etwa bereits mit Ergebnissen aus Wikileaks oder Statistiken der „World Database of Happiness“ gefüllt, die zum Nachdenken anregen – und beste Beispiele dafür sind, wie sich wirklich interessante Informationen aus einer unübersichtlichen Datenmasse ans Tageslicht bringen lassen. Über das Cockpit lassen sich auch Zahlen mit anderen, denen man vertraut, ganz privat teilen und weiterbearbeiten. Die Quelldaten bleiben dabei erhalten. Der Gedanke liege nahe, dass daraus irgendwann ein Wikipedia der Zahlen werden könnte, meint Sieder dazu.

 

Marktüberblick und kostenlose Testversionen:

Es gibt drei wichtige Anbieter von technisch ausgereifter, einfacher BI-Software. Bei den Bekanntesten wie Qlikview oder Tableau können Interessierte Testversionen anfordern, Lyza lässt sich als einzelne Person testen und auch kostenlos nutzen.

http://www.qlik.com/de

https://cockpit.lyzasoft.de/lyza

http://www.tableausoftware.com/de-de

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Daniela Reichart, Jahrgang 1986, ist Wirtschaftsjournalistin. Bereits während ihres B.A. Studiums für Germanistik und Politikwissenschaft arbeitete sie bei Zeitungen, absolvierte Praktika sowie Volontariat und arbeitet heute für unterschiedliche Fachmagazine mit technischem und wirtschaftlichem Schwerpunkt.

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