| Mobile Webseiten
25. Mai 2012 | 2186 Artikelaufrufe

Wie lassen sich mobile Webseiten vertrieblich nutzen?

Laut Bitkom wird das mobile Internet bereits von 37% der Deutschen ab 14 Jahren genutzt (ca. 26 Mio. Menschen). Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und anderen mobilen Endgeräten steigt dieser Trend stetig an.

Mittlerweile sind bereits 43% aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones. Der Absatz von Tablet-Computern entwickelte sich im Jahr 2011 noch rasanter als erwartet: Laut einer Bitkom-Schätzung erhöhte sich deren Absatz sogar um 162% Punkte auf 2,1 Mio. Stück. Innerhalb von zwei Jahren haben Tablet-Computer damit nach Stückzahlen bereits einen Marktanteil von 16% am gesamten PC-Markt erreicht! Es liegt also auf der Hand, dass Ihre Kunden das Internet zunehmend mobil nutzen.

Was bedeutet dies für Sie als Vertriebler und für Ihr Unternehmen?

 

Nicht jede Webseite ist mobil-tauglich

Es ist hilfreich, wenn Ihr Unternehmen Ihren potenziellen Kunden auch eine mobile Webseite zur Verfügung stellt, denn viele herkömmliche Webseiten sind nicht für die mobile Nutzung geeignet. Zum einen liegen die Ladezeiten meist deutlich über dem von Nutzern als akzeptabel empfundenen Zeitraum von nur wenigen Sekunden. Das liegt überwiegend an zu großen Bilddateien. Zum anderen sollte auch die Navigation an die mobile Nutzung angepasst sein. Zu viele Untermenüs und zu kleine Schriften lassen sich auf dem Smartphone schlecht auswählen. Auch Webseiten, die für mobile Browser optimiert sind, erfüllen selten die Bedürfnisse von Mobil-Usern. Testen Sie Ihre Unternehmenswebseite einmal auf Ihrem Smartphone oder Tablet-Computer, am besten mit Geräten verschiedener Hersteller. Dann wissen Sie genau, was Ihre Kunden finden.

Reduzier‘ das Papier!

Mobile Webseiten lassen sich optimal über QR-Codes (Quick Response Codes) ansteuern. Diese quadratischen zweidimensionalen Barcodes stammen ursprünglich aus der Automobilindustrie und werden heute in vielen Bereichen, wie z.B. in der Werbung, eingesetzt. Sie sind besonders schnell lesbar und können mehr Informationen enthalten als herkömmliche Barcodes. Stimmen Sie sich mit Ihrem Marketing ab und lassen Sie beispielsweise QR-Codes in Broschüren einsetzen, um von dort auf detailliertere Informationen zu verweisen. Das kann Ihr Erstgespräch beim potenziellen Neukunden deutlich professioneller gestalten. Denn oft haben Sie als Vertriebler eine Imagebroschüre Ihres Unternehmens sowie einzelne Produktbroschüren dabei. Viele ergänzen dies noch durch weitere Datenblätter mit technischen Details, Fallstudien, Whitepapers, Pressenachdrucke und eine Kundenzeitung — und schon wird die Zielkundin von einer Papier- und Informationsflut geradezu erschlagen.

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Viel übersichtlicher wäre ein handlicher Flyer, in dem Unternehmen und Produkte bzw. Dienstleistungen kurz vorgestellt werden und QR-Codes zu weiterführenden Informationen leiten. Für rein stationäre Internetnutzer können Sie zusätzlich Weblinks zu Ihrer nicht mobilen Webseite angeben. So machen Sie nicht nur Ihren Kunden das Leben leichter, Sie müssen auch selbst nicht mehr so viele Materialien mitnehmen. Zudem ist sichergestellt, dass Sie die jeweils aktuellsten Informationen dabei haben. Kleine Fehler kann Ihr Marketing direkt online ändern und kostspielige Aktualisierungen und Nachdrucke entfallen.

 

In bleibender Erinnerung mit digitaler Visitenkarte

Auf Ihrer mobilen Webseite können Sie Ihren Kunden den direkten Kontakt zu Ihnen besonders leicht machen. Wenn Ihr Unternehmen entsprechende Schaltflächen bereitstellt, kann Ihr Kunde Sie z.B. mit einem Klick anrufen, das Schreiben einer Email an Sie starten oder Ihre Seite über Social Media oder per Email weiterempfehlen. Alle Vertriebsmitarbeiter könnten sich so z.B. über ihre individuelle persönliche Online-Visitenkarte finden lassen. Die jeweiligen Visitenkartendaten können auf der mobilen Webseite auch gleich zum Speichern als digitale Visitenkarte auf dem Smartphone Ihres Kunden hinterlegt werden. Wenn Ihr Kunde Sie einmal in seinem Handy gespeichert hat, werden Sie schneller gefunden, als wenn er erst noch Ihre Visitenkarte aus Papier suchen muss. Lassen Sie sich daher auf die Papierversion Ihrer Visitenkarte auch gleich den QR-Code zu Ihrer Online-Visitenkarte drucken!

 

B2C ist Vorreiter, aber B2B zieht nach

Während einige Möglichkeiten von mobilen Webseiten im B2C wichtiger sind, wie z.B. Promo-Codes, Gutscheine oder Öffnungszeiten, sind andere auch im B2B interessant. Wenn Sie beispielsweise Ihre Kunden zu einer Veranstaltung einladen, können auf einer mobilen Webseite die Anfahrtsbeschreibung und das Programm hinterlegt werden. Die Route kann dann auch gleich auf dem Smartphone berechnet werden. Unterschätzen Sie nicht die Tatsache, dass Ihre B2B-Kunden im Privatleben auch Konsumenten sind und sich deren privates Mediennutzungsverhalten auf das Geschäftsleben überträgt.

Übrigens: Der QR-Code oben im Bild führt Sie zur kostenfreien Sales-Funnel-App von Suxxeed im Apple Store.

 

Text_Esther Lenssen, Vertriebszeitung

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Betreut als Kommunikations-Expertin mit ihrem Unternehmen Lenssen Media Kunden bei deren Sales- und Marketing-Fragestellungen, sowohl im B2B- als auch im B2C-Umfeld. Zuvor 15 Jahre Erfahrung als Marketingleiterin, International Marketing Manager, Product und Brand Manager mit deutschen und internationalen Vertriebsteams. Branchen-Erfahrung in den Bereichen IT, Logistik, Publishing und Unternehmensberatung.

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