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Es ist 10:30 Uhr. Du hast 20 Anrufe geplant, der Kaffee steht daneben, das CRM ist offen.
Du rufst an. Mailbox. Rufst an. Klingelt, Mailbox. Einer geht ran, legt sofort auf. Du machst ein Follow-up bei einem Prospect, der eigentlich kurz davor war zu kaufen.
Keine Antwort. Nicht nach einem Tag, nicht nach drei. Du denkst: Liegt’s am Pitch? Am Produkt? An dir? Meistens liegt es an keinem davon.
Warum Erreichbarkeit in der Telefonakquise über den Vertriebserfolg entscheidet
Wir optimieren im Vertrieb fast alles: Den Opener, den Einwand, den E-Mail-Betreff, den Demo-Call-Flow… Wir verbringen Stunden damit, den perfekten Pitch zu bauen.
Und trotzdem spricht jeder zweite Sales Manager mit frustrierten Sellern. Das Problem liegt aber oft nicht im Gespräch selbst, sondern im Schritt davor. Sie erreichen zu wenige Menschen und oft auch noch die falschen, daher sinkt die Motivation und sie geben auf. Genau hier wird zu selten optimiert.
Die Frustration ist das Ergebnis schlechter Erreichbarkeit und schlechte Erreichbarkeit ist das Symptom von zwei Ursachen: schlechter Datenqualität und schlechtem Timing.
Die zwei Hauptursachen für schlechte Erreichbarkeit: Datenqualität und Timing.
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Mehr lesenWarum schlechte Kontaktdaten deine Connect-Rate ruinieren
Wir alle haben unsere Kontaktlisten irgendwoher. Ob von Datenanbietern gekauft, selbst zusammenrecherchiert oder über Jahre natürlich gewachsen. Etliche Nummern, die wir in einer Liste gesammelt haben und täglich von oben nach unten durchtelefonieren. Die Datenqualität solcher Quellen ist nur leider nicht immer so sauber und die wenigsten hinterfragen sie.
So telefonieren B2B-Teams wochenlang die falschen Leads ab:
- Kontakte mit falschen Nummern
- Kontakte, die das Unternehmen bereits verlassen haben
- Kontakte, die nicht mehr in der Rolle und somit nicht mehr in der Zielgruppe sind
Hand aufs Herz, wie alt sind deine Daten teilweise?
Wann hast du zuletzt geprüft, ob deine Kontakte noch in derselben Rolle sind? Wie viele der Nummern sind die der Zentrale? Wie viele Personen haben dich nicht zum zuständigen Entscheider durchgestellt und abgewimmelt?
Viele unterschätzen, wie viel Zeit und Geld in schwache Kontaktlisten gesteckt werden. Dabei ist genau das die Grundlage für alles, was danach kommt. Sie spart dem Vertriebler Zeit, die dafür in echte Gespräche investiert werden kann.
Eine bereinigte Liste mit 100 relevanten Kontakten schlägt eine Liste mit 500 rohen und unsicheren.
Warum der richtige Anrufzeitpunkt oft wichtiger ist als der perfekte Pitch
Selbst gute Daten bringen dir wenig, wenn du zur falschen Zeit anrufst. Ein Prospect, der gerade im Jour Fixe sitzt, nimmt nicht ab. Einer, der im Urlaub ist, wird auch die nächsten 5 Tage nicht erreichbar sein.
Der Punkt ist also nicht nur, wen du anrufst – sondern auch, wann. Das gilt übrigens nicht nur für den ersten Anruf: Auch Follow-ups nach einem guten Demo-Call gehen oft nicht durch, weil sie zum falschen Zeitpunkt kommen. Das ist der Moment, an dem viele Deals verloren gehen.
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Mehr lesenWas eine niedrige Call-to-Connect-Rate im Cold Calling wirklich bedeutet
Ich habe Teams gesehen, die täglich 60, 70, 80 Dials tätigen. Das Dashboard ist grün, der Manager ist happy. Erstmal.
Und dann schaut man sich die Connect-Rate an. Durchschnittlich liegt sie bei nur 7 %.
Die Call-to-Connect-Rate zeigt, wie viele deiner Anrufversuche tatsächlich zu einem echten Gespräch führen. Sie berechnet sich aus der Zahl der echten Gespräche geteilt durch die Zahl aller Anrufversuche. Genau deshalb ist sie aussagekräftiger als die reine Anzahl der Dials.
Das bedeutet: Von 70 Anrufen führen 4 bis 5 zu einem echten Gespräch. Der Rest ist Energie, die verloren geht. Und multipliziert über Wochen oder Monate ist das der Grund, warum Seller ausbrennen, ohne zu wissen, warum.
Das Problem ist: Die reine Zahl der Anrufe ist eine schwache KPI und die Call-to-Connect-Rate eine deutlich unterschätzte. Nicht wer am meisten anruft, gewinnt. Sondern wer die richtige Datengrundlage hat und dementsprechend die richtigen Kontakte zur richtigen Zeit erwischt.
Wer anfängt, Anrufe und Erreichbarkeit strukturiert zu tracken, verändert sein Verhalten automatisch und bringt sein Akquise-Game auf ein neues Level.
Welche Anrufzeiten im B2B-Vertrieb besser funktionieren können
Mit Sales-Intelligence-Tool für bessere Telefonakquise wie z.B. Calltime kann man messen, welche Zeitfenster die höchsten Verbindungsraten in B2B aufweisen. Hier beispielsweise die Erreichbarkeit eines Head of HR. Dabei wurden über 10.000 Anrufe analysiert.
Die Statistik zeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, dass die Zielperson gerade erreichbar ist. Und siehe da: klare KPIs, mit denen Seller arbeiten können:
Die beste Anrufzeit ist:
- Montag zwischen 9:00 und 10:00 Uhr
- Freitag nach 13:45 Uhr
- Täglich ab 15:30 Uhr
Am Ende einer Stunde anzurufen, also um beispielsweise 15:50 Uhr, ist auch ein kleiner Trick. Zum Beispiel sind Meetings oft etwas früher beendet, da man meist nicht die volle Stunde braucht, die man sich vorher geblockt hat.
Zwischen 10:00 und 11:30 Uhr sowie zwischen 14:00 und 14:45 Uhr braucht man es dagegen gar nicht erst zu versuchen.
Solche Werte variieren auch je nach Branche und Zielgruppe:
- Ein Head of Finance folgt am Anfang der Woche anderen Rhythmen als ein Head of Marketing
- Eine Einkaufsleiterin in der Industrie ist um 6 Uhr schon im Büro
- während eine Startup-Gründerin um 9 Uhr ihren ersten Kaffee trinkt.
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, kann man schon mit einfachen Strichlisten anfangen und strukturiert Zeitblöcke austesten. Gute Seller tracken nämlich nicht nur die Zahl der Dials, sondern vor allem ihre Connect-Rate und bauen daraus feste Calling-Blöcke zur nachweislich richtigen Zeit.
Vier Maßnahmen, mit denen du deine Erreichbarkeit sofort verbesserst
1 Mach ein Daten-Cleanup
Reichere deine Daten über zuverlässige Quellen an und schmeiß den Müll raus. Eine Stunde aufopfern und die Leadliste auf die relevante Zielgruppe mit sauberen Daten herunterkürzen ist besser als 30 Kontakten, die es nicht mehr gibt, über Wochen hinterher zu telefonieren.
2 Baue zwei feste Calling-Blöcke in deinen Kalender
Also zum Beispiel 9 bis 10 Uhr und 15 bis 16 Uhr. Kein Slack dazwischen und kein „kurz mal schauen.“, denn diese Zeiten sind heilig.
3 Sortiere deine Prioritätenliste nach Branche
,Sortiere die Liste nicht nach Alphabet oder Importdatum. Handel und Produktion frühmorgens, Tech und SaaS eher nachmittags. Das kostet fünf Minuten und spart dir eine Stunde Kopfschmerzen.
4 Füge eine Spalte in dein Trackingsystem ein
Anrufe vs. echte Gespräche. Berechne die Quote und schau, wann sie am höchsten ist. Nach zwei Wochen wirst du ein Muster sehen und dann stellt sich die Frage, ob du das dauerhaft manuell steuern willst.
Wie Sales-Intelligence-Tools Anrufe und Follow-ups priorisieren
Wer diese Schritte überspringen und das Ganze systematisch angehen will, kann auf Telefonakquise-Tools wie calltime zurückgreifen. Es zeigt Live-Verfügbarkeiten deiner Kontakte an und priorisiert die Liste automatisch, kompatibel mit diversen CRM-Systemen.
Das Ergebnis: Eine bis zu dreimal so hohe Call-to-Connect-Rate und schnellere Closings, weil Anrufe und Follow-ups zur nachweislich richtigen Zeit getätigt werden.
Fazit des Experten: Weniger Calls, mehr echte Gespräche, schnellere Deals
Hier ist die unbequeme Wahrheit: Das Problem der meisten Seller liegt nicht zuerst im Pitch oder in ihrer Aktivität. Sie stecken täglich Energie in Anrufe und Follow-ups, die im Daily Business verschwinden, weil entweder die Datenbasis nicht stimmt oder der Zeitpunkt nicht passt.
Die besten Seller, die ich kenne, machen nicht mehr als andere. Sie machen es zur richtigen Zeit, dann ist ihre Connect-Rate höher, ihre Follow-ups sind zielführend und ihre Deals schließen schneller.
Cold Calling ist 2026 nicht tot, es ist einfach anspruchsvoller geworden. Wer Datenqualität und Timing ignoriert, stellt sich selbst ein Bein.
Zur Person
Jonathan Kurth ist Co-Founder bei calltime.co, einem Kölner Startup, das Vertriebsteams dabei hilft, mehr echte Gespräche am Tag zu führen, indem Verfügbarkeiten der Kontakte sichtbar gemacht werden. Dadurch wird die Call-to-Connect-Rate erhöht, es werden mehr Demos gebucht und schneller Deals abgeschlossen.
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