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21. Dezember 2017 | 716 Artikelaufrufe

Influencer Marketing

Welche Rolle spielen Influencer im Vertrieb?

Aufgrund der die vielen Möglichkeiten, die sich durch das Web 2.0 bieten und der damit einhergehenden Vereinfachung, Inhalte zu veröffentlichen, entstehen für Unternehmen und  den Vertrieb im Speziellen auch vielerlei Probleme. Da Inhalte von Jedem im Internet publiziert werden können, entsteht ein regelrechter Content Schock. Potentielle Kunden finden im Internet also eine Vielzahl an ähnlichen, ja nahezu identischen Inhalten vor und können diese nur schwer voneinander unterscheiden.

Entscheidend ist gar nicht mal die Qualität des Inhalts, sondern die Reichweite – wird nicht die richtige Zielgruppe erreicht, verschwindet der Content in der Versenkung, z.B. für Ihre Kunden gedachte Informationen und Aussendungen.

Vor allem im Marketing stellt dies ein großes Problem dar, weil über herkömmliche Werbung nur mehr wenige Zielpersonen erreicht werden. Das Fernsehen wird immer mehr von Streaming-Diensten wie Netflix und Co. Abgelöst und statt Zeitungen zu lesen, suchen sich Empfänger ihre News vermehrt online und schützen sich mit Ad-Blockern vor Werbeeinschaltungen.

Ansatz für Problemlösung

Um die genannten Probleme zu lösen und somit einen Einfluss auf die Customer Journey zu haben und das Bewusstsein der Kunden für ein Produkt zu wecken, muss man diese dort ansprechen, wo sie anzutreffen sind. Aus diesem Grund hat sich das Influencer Marketing zu einem festen Bestandteil des Online Marketings entwickelt.

Doch was genau ist Influencer Marketing?

Influencer sind – wie der Name schon sagt – Beeinflusser, also Meinungsführer. Ist man sich vor einem Produktkauf unsicher, fragt man andere Leute nach ihrer Meinung und Erfahrung mit diesem Produkt. Diese Mundpropaganda findet immer häufiger auch online statt, wie etwa über Kundenrezensionen in Online Shops.

Um Kunden bei ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen und auf die eigenen Produkte aufmerksam zu machen, kann man hier gezielt Influencer dazu einsetzen, Erfahrungsberichte über Produkte oder Marken auf Facebook oder anderen Social Media Plattformen zu teilen. Influencer spielen daher eine sehr große Rolle im Entscheidungsfindungsprozess.

Welche Arten von Influencern gibt es?

Einerseits können berühmte Personen, wie Celebrities, Sportler oder Musiker die Rolle eines Influencers übernehmen. Sie fungieren, wie bereits von der Werbebranche bekannt, als Testimonial für eine Marke oder ein Produkt.

Eine weitere Kategorie der Influencer sind Blogger, Youtuber oder Instagramer. Sie alle haben gemeinsam, dass sie in der Regel eine sehr hohe Anzahl an Followern haben und daher mit ihren Posts eine Vielzahl an Personen erreichen.

Micro Influencer haben das größte Vertrauenspotenzial

Eine weitere Kategorie von Influencern sind die sogenannten Micro Influencer. Das sind Privatpersonen, die sehr aktiv in sozialen Medien unterwegs sind, vor allem auf Facebook, Twitter, Google+ und/oder Tumblr. Sie besitzen daher auch eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Followern und Interaktionen auf ihren Social Media Kanälen.

Der Unterschied zu den anderen genannten Arten von Influencern ist, dass es sich bei ihren Followern großteils um Freunde, Familienmitglieder oder Bekannte handelt. Dies macht einen sehr großen Unterschied aus, weil diese dem Micro Influencer mehr Vertrauen entgegenbringen und mehr Engagement zeigen.

Was ist bei der Auswahl Ihrer Influencer wichtig?

Je nach Ihrer Botschaft, bei deren Verbreitung die Influencer unterstützen sollen, ist es wichtig, die geeigneten Influencer auszuwählen.

So eignet sich eine Zusammenarbeit mit Youtubern durch ihre hohe Anzahl an Followern beispielsweise vor allem dann, wenn es darum geht, Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Produkt oder eine Marke zu schaffen. Auch Instagramer können diese große Aufmerksamkeit schaffen, indem sie in ihren Bild-Posts bestimmte Produkte vorstellen.

Blogger wiederum können dabei helfen, Themen zu besetzen. Sie haben in der Regel eine große Fangemeinde welche dieselben oder sehr ähnliche Interessen haben wie der Blogger selbst, weswegen eine Zusammenarbeit mit ihnen die Möglichkeit bietet, ein Produkt im exakt passenden Kontext einzubinden. Blogger, die in einer thematischen Nische aktiv sind, können sehr wertvolle Meinungsführer für B2B Unternehmen sein, da die kreierten Inhalte Ansehen genießen und in der Regel über einen langen Zeitraum hinweg relevant bleiben.

„Influencer haben eines gemeinsam – sie erzeugen selbst Content.“

Häufig ist es allerdings so, dass Unternehmen bereits selbst Inhalte erstellt haben, die sie gerne verbreiten möchten. Oft handelt es sich bei diesen Inhalten um Videos, Bilder, Texte oder Webseiten, die meist teuer erstellt wurden und daher nicht in der Versenkung verschwinden sollten.

Micro Influencer haben den größten Vertrauensbonus

Um diese Inhalte am effektivsten zu verbreiten, eignet sich am besten der Einsatz von Micro Influencern. Unter ihren Followern befinden sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit viele Personen, die dieselben oder zumindest sehr ähnliche Interessen besitzen, weswegen sich Inhalte, die von ihnen geteilt werden, sehr schnell weiterverbreiten. Doch die Ansprache von Micro Influencern gestaltet sich oft als sehr schwierig. Sie sind für Unternehmen nur schwer greifbar, da es sich um Privatpersonen handelt. Spezielle Agenturen wie LINKILIKE unterstützen daher Unternehmen bei der Ansprache der richtigen Influencer, um Content über Social Influencer mit dem Touch von Mundpropaganda zu verbreiten.

Erfolgsmessung von Influencer Marketing schwierig

Influencer Marketing hat selten direkte Auswirkungen und wirkt sich daher nicht sofort auf die Absatzzahlen aus. In der Customer Journey muss es daher beim Prozess der Awareness-Bildung ansetzen, um bereits früh das Bewusstsein für das Produkt oder die Marke zu wecken.

Zur Person

Alexander Pühringer ist Gründer und CEO von LINKILIKE, der größten deutschsprachigen Social Influencer Crowd. Das 2012 gegründete Unternehmen verbreitet über sein Netzwerk Content beispielsweise via Videos, redaktionelle Inhalte, Apps oder Weblinks. Pühringer ist Social-Influencer-Spezialist mit dem Fokus auf Content Distribution.

Nach seinem Studium der Handelswissenschaft in Linz und Schweden war der gebürtige Österreicher 14 Jahre in der High-Tech-Industrie und in der Finanz- und Dienstleistungsbranche in verschiedenen Managementpositionen im Marketing und Vertrieb im In- und Ausland tätig. Er wurde mehrfach mit Awards ausgezeichnet. Für sein gemeinsam mit seinem Partner Miro Subasic gegründetes Startup LINKILIKE erhielt er 2016 den JUPITO Innovationspreis und den Pegasus Wirtschaftspreis.

Alexander Pühringer gibt vielfach sein Wissen weiter als Speaker weiter, wie beispielsweise bei den Audiovisual Mediadays oder BVDW-Events. Zu den namhaften internationale Brands die er betreut gehören unter anderem Bayer, SKY, Wien Tourismus oder Remington. www.linkilike.com

Warum Content Marketing auch für den Vertrieb wichtig ist

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